Die Stromnetzentgelte steigen für Haushalte im Österreichschnitt 2026 nur leicht, während die Gasnetzentgelte deutlich stärker zulegen. Entscheidend ist das jeweilige Netzgebiet. Hier sehen Sie die wichtigsten Änderungen und was davon durch einen Anbieterwechsel überhaupt beeinflussbar ist.
Netzentgelte sind nicht dasselbe wie der Energiepreis Ihres Lieferanten. Sie werden reguliert und hängen vom Netzgebiet sowie von der jeweiligen Netzebene ab.
Laut E-Control steigen die Stromnetzentgelte für Haushalte 2026 im Österreichschnitt um rund 1,3 Prozent. Hinter diesem Durchschnitt stehen jedoch unterschiedliche regionale Entwicklungen.
Als Gründe nennt die E-Control unter anderem zusätzliche Investitionen in die Stromnetze und weiterhin niedrigere Abgabemengen.


Für einen durchschnittlichen Haushalt mit 15.000 kWh Gasverbrauch pro Jahr steigen die Gasnetzentgelte laut E-Control im Österreichschnitt um 18,2 Prozent. Das entspricht im verwendeten Musterhaushalt rund 6 Euro mehr pro Monat.
Überdurchschnittliche Erhöhungen nennt die E-Control insbesondere für Steiermark, Kärnten, Burgenland und Niederösterreich.
Wesentliche Gründe sind gesunkene Abgabemengen sowie höhere vorgelagerte Netzkosten. Dadurch verteilen sich die Kosten auf eine geringere Mengenbasis.
Sie werden reguliert und hängen vom Netzgebiet ab. Ein Wechsel des Energielieferanten führt daher nicht automatisch zu niedrigeren Netzentgelten.
Der Arbeitspreis, Grundpreis, die Vertragsdauer, Preisgarantie, Rabatte und weitere Lieferbedingungen können sich zwischen Anbietern und Tarifen unterscheiden. Genau hier setzt eine Tarifprüfung an.
Grundsätzlich nein. Die Netzentgelte werden reguliert und sind an Ihr Netzgebiet und Ihren Netzanschluss gebunden. Ein Lieferantenwechsel betrifft in erster Linie den Energiepreis und die Vertragskonditionen des Lieferanten.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind unter anderem Ihr aktueller Arbeitspreis, Grundpreis, Verbrauch, Vertragsbindung, Preisgarantie und die verfügbaren Alternativen. Eine Tarifprüfung zeigt, ob ein Wechsel sinnvoll ist.
Die Kosten- und Mengenentwicklung ist je Netzgebiet unterschiedlich. Faktoren wie Investitionen, Netzstruktur, Abgabemengen und vorgelagerte Netzkosten wirken sich deshalb regional verschieden aus.
Ja. Für bestimmte Kundinnen und Kunden auf Netzebene 7 gibt es 2026 einen Sommer-Nieder-Arbeitspreis. Zwischen April und Oktober von 10 bis 16 Uhr ist der Netzentgelt-Arbeitspreis dabei um 20 Prozent reduziert. Es gelten Voraussetzungen zur Messung beziehungsweise Freigabe der benötigten Verbrauchsdaten.
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