Netzentgelte 2026
Netzentgelte · Österreich · 2026
Netzentgelte 2026 in Österreich: Strom und Gas verständlich erklärt
Die Stromnetzentgelte steigen für Haushalte im österreichweiten Durchschnitt 2026 nur leicht. Bei Gas fällt der durchschnittliche Anstieg dagegen deutlich stärker aus. Allerdings unterscheiden sich die tatsächlichen Netzentgelte je nach Netzgebiet.
Stand: August 2026 · Grundlage: Veröffentlichungen der E-Control
Wichtig zu unterscheiden: Netzentgelte sind nicht dasselbe wie der Energiepreis Ihres Strom- oder Gaslieferanten. Die Netzentgelte werden reguliert und hängen unter anderem vom Netzgebiet und von der Netzebene ab. Deshalb lassen sie sich durch einen normalen Lieferantenwechsel grundsätzlich nicht einfach reduzieren.
Stromnetz 2026
Stromnetzentgelte steigen im Durchschnitt nur leicht
Laut E-Control erhöhen sich die Stromnetzentgelte für Haushalte 2026 im österreichweiten Durchschnitt um rund 1,3 Prozent. Allerdings stehen hinter diesem Mittelwert unterschiedliche regionale Entwicklungen.
Für einen durchschnittlichen Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch entspricht die durchschnittliche Erhöhung laut E-Control rund 5 Euro pro Jahr.
- Die stärksten Anstiege nennt E-Control für Burgenland und Tirol.
- In mehreren Netzbereichen sinken die Netzentgelte leicht.
- In Salzburg und im Kleinwalsertal fallen die Reduktionen stärker aus.
Als wesentliche Gründe nennt E-Control zusätzliche Investitionen in die Stromnetze sowie geringere Abgabemengen. Dadurch verteilen sich die Netzkosten teilweise auf eine kleinere Mengenbasis.

Gasnetz 2026
Gasnetzentgelte steigen deutlich stärker
Bei Gas fällt die Entwicklung 2026 deutlich anders aus. Für einen mit Gas heizenden Musterhaushalt mit 15.000 kWh Jahresverbrauch steigen die Netzentgelte laut E-Control im österreichweiten Durchschnitt um 18,2 Prozent.

Beim verwendeten Musterhaushalt entspricht die durchschnittliche Veränderung rund 6 Euro höheren Netzkosten pro Monat.
Überdurchschnittliche Erhöhungen nennt E-Control insbesondere für die Steiermark, Kärnten, das Burgenland und Niederösterreich.
Als wesentliche Ursachen nennt die Regulierungsbehörde zurückgegangene Tarifierungs- und Abgabemengen sowie höhere vorgelagerte Netzkosten. Dadurch verteilen sich bestehende Kosten auf geringere Verbrauchsmengen.
Hintergründe
Warum verändern sich die Netzentgelte?
Die Entwicklung hängt von mehreren Faktoren ab. Dabei unterscheiden sich Strom- und Gasnetze teilweise deutlich.
Investitionen
Ausbau, Modernisierung und Erhaltung der Netzinfrastruktur verursachen Kosten. Gerade beim Stromnetz spielt außerdem der Ausbau für die Energiewende eine wichtige Rolle.
Verbrauchsmengen
Wenn weniger Energie über das Netz transportiert wird, können sich die bestehenden Netzkosten auf eine geringere Mengenbasis verteilen. Dadurch können die Entgelte steigen.
Regionale Unterschiede
Netzstruktur, Investitionen, Verbrauchsentwicklung und vorgelagerte Kosten unterscheiden sich regional. Deshalb gelten nicht in allen Netzgebieten dieselben Veränderungen.
Wichtig für Ihre Rechnung
Netzentgelt und Energiepreis sind zwei unterschiedliche Bereiche
Ein höheres Netzentgelt bedeutet nicht automatisch, dass ein Anbieterwechsel sinnvoll ist. Denn beim Wechsel des Lieferanten wird vor allem der Liefervertrag verändert.
Netzentgelte
Die Netzentgelte hängen vom zuständigen Netzbetreiber, Netzgebiet und der jeweiligen Netzebene ab. Bei einem regulären Lieferantenwechsel bleibt der zuständige Netzbetreiber grundsätzlich derselbe.
Energiepreis & Vertragsbedingungen
Arbeitspreis, Grundpreis, Tarifmodell, Vertragslaufzeit, Preisgarantie und mögliche Rabatte können sich zwischen Lieferanten und Tarifen unterscheiden. Genau diese Bestandteile werden bei einer Tarifprüfung betrachtet.
Deshalb gilt: Höhere Netzentgelte allein sind kein Grund für einen Anbieterwechsel. StruGa prüft den bestehenden Strom- oder Gastarif und anschließend passende Möglichkeiten aus dem verfügbaren Anbieter- und Partnerportfolio. Wenn der bestehende Vertrag weiterhin passt, muss nicht gewechselt werden.
Häufige Fragen
FAQ zu Netzentgelten 2026
Die wichtigsten Fragen zu Netzgebühren, Lieferantenwechsel und dem neuen Sommer-Nieder-Arbeitspreis.
Kann ich meine Netzentgelte durch einen Anbieterwechsel senken?
Grundsätzlich nein. Die Netzentgelte werden reguliert und hängen unter anderem vom Netzgebiet und Netzanschluss ab. Ein Lieferantenwechsel betrifft dagegen in erster Linie den Energieliefervertrag und dessen Konditionen.
Lohnt sich ein Anbieterwechsel wegen höherer Netzentgelte?
Nicht automatisch. Höhere Netzentgelte gelten unabhängig vom gewählten Lieferanten im jeweiligen Netzgebiet. Deshalb sollten zunächst Arbeitspreis, Grundpreis, Verbrauch, Vertragsbindung, Preisgarantie und verfügbare Alternativen geprüft werden.
Warum unterscheiden sich Netzentgelte regional?
Kosten- und Mengenentwicklungen unterscheiden sich je Netzgebiet. Außerdem können Investitionen, Netzstruktur, Verbrauchsmengen und vorgelagerte Netzkosten regional unterschiedlich ausfallen.
Was ist der Sommer-Nieder-Arbeitspreis SNAP?
SNAP reduziert den Arbeitspreis der Stromnetzentgelte vom 1. April bis 30. September zwischen 10:00 und 16:00 Uhr um 20 Prozent. Voraussetzung ist eine Viertelstundenmessung des Verbrauchs über den Smart Meter.
Muss ich SNAP beim Netzbetreiber beantragen?
Wenn die erforderliche Viertelstundenmessung bereits aktiviert ist, wird der reduzierte Arbeitspreis vom Netzbetreiber automatisch berücksichtigt. Falls Sie nicht wissen, welche Smart-Meter-Einstellung aktiv ist, können Sie dies im Kundenportal Ihres Netzbetreibers prüfen oder direkt beim Netzbetreiber nachfragen.
E-Control: Stromnetzentgelte 2026 · E-Control: Gasnetzentgelte 2026 · E-Control: Sommer-Nieder-Arbeitspreis
Eigene Rechnung prüfen
Netzentgelte können Sie nicht einfach wegwechseln. Ihren Tarif können Sie aber prüfen.
StruGa betrachtet Ihren bestehenden Strom- oder Gasvertrag, Ihren Verbrauch und wichtige Vertragsbedingungen. Anschließend prüfen wir passende Möglichkeiten aus unserem verfügbaren Anbieter- und Partnerportfolio.
Dabei kann die Empfehlung lauten: Bleiben, Wechseln oder Abwarten. Höhere Netzentgelte allein sind kein Grund für einen Anbieterwechsel.
Eine Tarifprüfung führt nicht automatisch zu einem Anbieterwechsel. StruGa ist kein Energieversorger. Der Energieliefervertrag wird direkt mit dem jeweiligen Anbieter abgeschlossen. Die Vergütung kann bei erfolgreichen Vertragsabschlüssen über Provisionen von Energieanbietern oder Vertriebspartnern erfolgen.

