Der komplette Ratgeber. Von Fix, Float & Spot bis zu aktuellen Trends 2026 – mit echter Marktanalyse. Transparenz schafft Vertrauen.
Für 2026 wird ein massiver Anstieg der Gas-Netzentgelte prognostiziert (durchschnittlich +18%, regional bis zu +35%).
Der Grund: Immer mehr Haushalte steigen aus Gas aus, aber das Leitungsnetz muss weiter betrieben werden. Die Kosten verteilen sich auf weniger Kunden. Da Netzgebühren nicht verhandelbar sind, müssen wir den Energiepreis (Anbieteranteil) optimieren, um die Gesamtkosten zu senken.
Der Konflikt im Nahen Osten hat im März 2026 zu spürbaren Preisanstiegen an den Großhandelsmärkten geführt. Die Österreichische Energieagentur verzeichnete beim ÖSPI-Monatsindex im April 2026 einen Wert von ca. 91 EUR/MWh – das sind rund 14,6% mehr als im April 2025.
Für Haushalte mit Float- oder Spot-Tarifen bedeutet das höhere Rechnungen im Frühjahr 2026. Wer noch keinen Fixpreis gesichert hat, sollte das jetzt prüfen.
Das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) bringt mehrere wichtige Neuerungen:
Ja. Seit 2025 sind alle großen Stromlieferanten gesetzlich verpflichtet, dynamische Tarife anzubieten. Voraussetzung für Sie ist ein Smart Meter.
Die CO2-Bepreisung liegt 2025 bei fix 55 Euro pro Tonne. Das verteuert Gas und Heizöl spürbar. Ab 2026 ist der Übergang in ein Marktsystem geplant, was weitere Preisanstiege wahrscheinlich macht.
2026 gibt es für Haushalte einige Erleichterungen bei den Abgaben:
Unterm Strich: Während Gaskosten stark steigen, wird Strom 2026 durch Abgabenreduktionen etwas entlastet.
In Österreich gibt es drei grundlegende Tarifmodelle. Hier die ehrliche Einschätzung als Energie-Analyst:
| Tariftyp | Wie funktioniert's? | Vorteil | Risiko | Für wen? |
|---|---|---|---|---|
| Fixpreis | Garantierter Arbeitspreis für 12–24 Monate, unabhängig vom Markt | 100% Planungssicherheit, budgetierbar | Anbieter kalkuliert Risikoaufschlag ein – bei sinkenden Preisen zahlt man ggf. mehr | Familien, Budgetplaner, alle die ruhig schlafen wollen |
| Float / Index | Preis ändert sich monatlich oder quartalsweise gemäß ÖSPI oder anderem Index | Profitiert direkt von Marktsenkungen | Kein Sonderkündigungsrecht bei Preisanstieg (da vertraglich vereinbart) | Preisbewusste Haushalte, die den Markt beobachten |
| Spot / Dynamisch | Stündliche Anpassung an EPEX Spot AT Börsenpreis, viertelstündliche Abrechnung | Negativpreise möglich (Strom gratis oder Gutschrift); ideal für steuerbare Lasten | Hohe Volatilität, braucht Smart Meter und aktives Verbrauchsmanagement | Technikaffine mit PV, E-Auto, Wärmepumpe und Smart Home |
Die beste Tarifwahl hängt von Ihrem persönlichen Verbrauchsprofil und der aktuellen Marktlage ab. Wir analysieren das kostenlos für Sie und empfehlen, was wirklich zu Ihnen passt – unabhängig und ohne Interessenkonflikt.
Der ÖSPI (Österreichischer Strompreisindex) ist der offizielle Referenzindex der Österreichischen Energieagentur. Er ist die Grundlage für die Preisberechnung der meisten Float-Tarife in Österreich.
Es gibt drei Varianten:
Manche Anbieter (z.B. aWATTar, Schlaustrom) koppeln stattdessen an die EPEX Spot AT – das ist die kurzfristigere Strombörse mit täglich abgewickelten Geschäften.
Beim Float-Tarif immer fragen: An welchen Index ist der Tarif gekoppelt, wie oft ändert sich der Preis, und gibt es eine Preisobergrenze (Cap)? Das kleine Gedruckte macht den Unterschied.
Bei einem Spot-Tarif zahlen Sie stündlich den aktuellen Börsenstrompreis (EPEX Spot AT), zuzüglich einer fixen Abwicklungsgebühr je kWh und einer monatlichen Grundpauschale. Für die Abrechnung ist ein Smart Meter zwingend erforderlich.
Wann sich Spot lohnt:
Nein – das ist der wichtigste Unterschied zu einem Standard- oder Fixpreisvertrag.
Bei einem Standardvertrag löst jede Preiserhöhung durch den Anbieter ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht aus (3 Monate Zeit zum Wechsel). Bei einem Float-Tarif hingegen haben Sie dem variablen Preismechanismus bereits beim Vertragsabschluss zugestimmt – eine Preisänderung gemäß Index ist also vertragskonform und löst kein Sonderkündigungsrecht aus.
Prüfen Sie immer die Laufzeit und Bindefrist Ihres Float-Vertrags. Wenn Sie aussteigen wollen, geht das nur zum Ende der vereinbarten Bindungsdauer. Wir behalten das für Sie im Blick.
Als Energie-Analysten geben wir keine pauschale Empfehlung – aber eine ehrliche Markteinschätzung:
Aktuell (April 2026) sprechen die Argumente eher für Fixpreis:
Wer Float in Betracht ziehen kann: Haushalte, die kurzfristig keine Bindung eingehen wollen und die Marktentwicklung aktiv verfolgen.
Nur 5,4% der Stromkunden und 6,3% der Gaskunden wechselten 2025 ihren Anbieter – deutlich unter europäischem Durchschnitt. Das bedeutet: Die meisten Österreicher zahlen unnötig viel – weil sie nicht wechseln.
Nein, wir sind persönliche Berater. Online-Portale listen oft nur Standard-Tarife. Wir prüfen das Kleingedruckte manuell und verhandeln aktiv.
Wir lassen Sie nach 12 Monaten nicht allein. Wir melden uns proaktiv, bevor Ihr Neukundenbonus ausläuft, damit Sie nicht in teure Folgetarife rutschen.
Nein. Analyse, Vergleich und Wechsel sind für Sie kostenlos. Wir finanzieren uns über die Anbieter, wählen diese aber strikt nach Ihrem Vorteil aus.
Keine Sorge. Die Versorgung ist in Österreich gesetzlich gesichert. Bei Ausfall übernimmt nahtlos der lokale Netzbetreiber die "Grundversorgung". Es wird nie dunkel oder kalt.
Im Schnitt ca. 3 Wochen. Das hängt von der Vertragsbindung ab. Wir überwachen alle Fristen für Sie.
Nein. Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim alten Versorger per Vollmacht. Sie müssen keinen Finger rühren.
Nein, niemals. Der Wechsel ist ein rein buchhalterischer Vorgang. Der Strom fließt physisch durchgehend weiter.
Ihr alter Anbieter muss Ihnen spätestens sechs Wochen nach dem Wechselstichtag die Schlussrechnung senden. Darin wird auch ein eventuelles Guthaben ausgezahlt.
Ja. Bei Online- oder Telefonabschlüssen haben Sie gesetzlich 14 Tage Zeit, ohne Angabe von Gründen vom Vertrag zurückzutreten.
Bei einem Standardvertrag löst jede einseitige Preiserhöhung durch den Anbieter ein Sonderkündigungsrecht aus. Der Anbieter muss Sie schriftlich informieren und Ihnen 3 Monate Zeit geben, einen neuen Tarif zu finden – in dieser Zeit zahlen Sie noch den alten Preis.
Ja, beim Umzug haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Melden Sie sich 2 Wochen vor Schlüsselübergabe bei uns, damit wir Sie am neuen Ort direkt günstig anmelden.
Nicht immer. Wir achten neben dem Preis auf Preisgarantien und Seriosität, damit keine versteckten Erhöhungen folgen.
Vergleichspreise zeigen meist nur den reinen Energiepreis. Netzgebühren (ca. 25–40% der Rechnung) und Steuern kommen dazu, ändern sich aber durch einen Wechsel nicht. Der Gesamtpreis inkl. allem liegt in Österreich derzeit bei durchschnittlich ca. 29 Cent/kWh brutto.
Ja! Viele Anbieter geben hohe Neukundenboni nur im ersten Jahr. Bleiben Sie länger, wird es teurer. Wir erinnern Sie rechtzeitig an den nächsten Wechsel.
Die Teilbeträge basieren auf Schätzungen. Wenn sie zu hoch sind, können wir beim Anbieter eine Herabsetzung beantragen (ideal mit aktuellem Zählerstand).
Wir optimieren hier doppelt: Den Preis für Ihren Reststrom-Bezug UND die Vergütung für Ihren eingespeisten Strom.
Aktuelle Einspeisevergütungen 2026 in Österreich:
Die E-Control plant ab 2026 ein reduziertes Netzentgelt im sogenannten "Sonnenfenster" (Sommer, Mittagsstunden) von rund –20% gegenüber dem Basiswert. Die Idee: Wer seinen Verbrauch in Zeiten hoher PV-Einspeisung verlagert (Waschmaschine, Geschirrspüler, E-Auto laden von 10–16 Uhr), spart automatisch bei den Netzkosten. Voraussetzung ist ein Smart Meter mit übertragenen Messdaten.
Auf Ihrer Rechnung. Sie hat 33 Stellen und beginnt mit AT00. Sie identifiziert Ihren Anschluss eindeutig.
Zählpunkt (AT...): Der feste "Ort" (Wohnung/Haus). Wichtig für den Wechsel.
Zählernummer: Die Nummer auf dem Gerät selbst. Wichtig nur fürs Ablesen.
Nutzen Sie Richtwerte (z.B. 2 Personen ca. 2.500 kWh) oder fragen Sie nach Vorjahreswerten. Wir kalkulieren lieber vorsichtig, um Nachzahlungen zu vermeiden.
SLP: Standardlastprofil (Haushalte, geschätzt).
RLM: Registrierende Leistungsmessung (Industrie/Großgewerbe, viertelstündlich gemessen).
Für einen Float-Tarif brauchen Sie keinen Smart Meter – der Preis ändert sich monatlich oder quartalsweise, abgerechnet wird weiter mit Ihrem normalen Zähler.
Für einen Spot-Tarif ist ein Smart Meter zwingend erforderlich, da die Abrechnung im Viertelstundentakt auf Basis der tatsächlichen Börsenpreise erfolgt. Ihr Netzbetreiber gibt Auskunft, ob bei Ihnen bereits ein Smart Meter installiert ist.
Fragen offen? Wählen Sie Ihren Weg:


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