FAQ

FAQ Energieberatung Österreich 2025/26 | StruGa – Alles zu Wechsel & Tarifen
Stand: April 2026 • Redaktionell geprüft • Marktdaten aktualisiert

Wissen & Antworten

Der komplette Ratgeber. Von Fix, Float & Spot bis zu aktuellen Trends 2026 – mit echter Marktanalyse. Transparenz schafft Vertrauen.

Fix, Float & Spot – Tariftypen erklärt

Marktanalyse Was sind Fix-, Float- und Spot-Tarife – und was passt zu mir?

In Österreich gibt es drei grundlegende Tarifmodelle. Hier die ehrliche Einschätzung als Energie-Analyst:

TariftypWie funktioniert's?VorteilRisikoFür wen?
FixpreisGarantierter Arbeitspreis für 12–24 Monate, unabhängig vom Markt100% Planungssicherheit, budgetierbarAnbieter kalkuliert Risikoaufschlag ein – bei sinkenden Preisen zahlt man ggf. mehrFamilien, Budgetplaner, alle die ruhig schlafen wollen
Float / IndexPreis ändert sich monatlich oder quartalsweise gemäß ÖSPI oder anderem IndexProfitiert direkt von MarktsenkungenKein Sonderkündigungsrecht bei Preisanstieg (da vertraglich vereinbart)Preisbewusste Haushalte, die den Markt beobachten
Spot / DynamischStündliche Anpassung an EPEX Spot AT Börsenpreis, viertelstündliche AbrechnungNegativpreise möglich (Strom gratis oder Gutschrift); ideal für steuerbare LastenHohe Volatilität, braucht Smart Meter und aktives VerbrauchsmanagementTechnikaffine mit PV, E-Auto, Wärmepumpe und Smart Home

StruGa-Tipp:

Die beste Tarifwahl hängt von Ihrem persönlichen Verbrauchsprofil und der aktuellen Marktlage ab. Wir analysieren das kostenlos für Sie und empfehlen, was wirklich zu Ihnen passt – unabhängig und ohne Interessenkonflikt.

Was ist der ÖSPI – und warum ist er für Float-Kunden so wichtig?

Der ÖSPI (Österreichischer Strompreisindex) ist der offizielle Referenzindex der Österreichischen Energieagentur. Er ist die Grundlage für die Preisberechnung der meisten Float-Tarife in Österreich.

Es gibt drei Varianten:

  • ÖSPIMonat: Monatliche Anpassung – reagiert schnell auf Marktveränderungen. April 2026: ~91 EUR/MWh.
  • ÖSPIQuartal: Quartalsmäßige Anpassung – glättet Schwankungen stärker. Q2/2026: ~73 EUR/MWh.
  • ÖSPIJahr: Jährliche Basis – sehr stabil, geringes Risiko.

Manche Anbieter (z.B. aWATTar, Schlaustrom) koppeln stattdessen an die EPEX Spot AT – das ist die kurzfristigere Strombörse mit täglich abgewickelten Geschäften.

StruGa-Tipp:

Beim Float-Tarif immer fragen: An welchen Index ist der Tarif gekoppelt, wie oft ändert sich der Preis, und gibt es eine Preisobergrenze (Cap)? Das kleine Gedruckte macht den Unterschied.

Was ist ein Spot-Tarif genau – und wann lohnt er sich wirklich?

Bei einem Spot-Tarif zahlen Sie stündlich den aktuellen Börsenstrompreis (EPEX Spot AT), zuzüglich einer fixen Abwicklungsgebühr je kWh und einer monatlichen Grundpauschale. Für die Abrechnung ist ein Smart Meter zwingend erforderlich.

Wann sich Spot lohnt:

  • Sie haben eine PV-Anlage und können überschüssigen Strom bei Hochpreisphasen selbst nutzen.
  • Sie laden Ihr E-Auto gezielt nachts oder mittags (wenn Solar viel einspeist und Preise niedrig sind).
  • Sie betreiben eine Wärmepumpe mit intelligenter Steuerung.
  • Sie haben ein Smart-Home-System, das Verbrauch automatisch in günstige Stunden verschiebt.
Achtung: Ohne Smart Meter und aktives Lastmanagement ist ein Spot-Tarif kein Sparmodell – sondern Glücksspiel. Für Standard-Haushalte ohne steuerbare Lasten ist ein guter Fixpreis in der Regel die bessere Wahl.
Habe ich bei einem Float-Tarif ein Kündigungsrecht wenn der Preis steigt?

Nein – das ist der wichtigste Unterschied zu einem Standard- oder Fixpreisvertrag.

Bei einem Standardvertrag löst jede Preiserhöhung durch den Anbieter ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht aus (3 Monate Zeit zum Wechsel). Bei einem Float-Tarif hingegen haben Sie dem variablen Preismechanismus bereits beim Vertragsabschluss zugestimmt – eine Preisänderung gemäß Index ist also vertragskonform und löst kein Sonderkündigungsrecht aus.

Praxis-Tipp von StruGa:

Prüfen Sie immer die Laufzeit und Bindefrist Ihres Float-Vertrags. Wenn Sie aussteigen wollen, geht das nur zum Ende der vereinbarten Bindungsdauer. Wir behalten das für Sie im Blick.

Welcher Tariftyp ist 2026 konkret zu empfehlen?

Als Energie-Analysten geben wir keine pauschale Empfehlung – aber eine ehrliche Markteinschätzung:

Aktuell (April 2026) sprechen die Argumente eher für Fixpreis:

  • Die geopolitische Lage (Nahost-Konflikt, Gasversorgungsunsicherheit) erhöht das Preisrisiko kurzfristig.
  • Beste Fixpreise am Markt liegen aktuell bei ~9–12 Cent/kWh netto – das ist historisch günstig.
  • Float liegt zwar aktuell ähnlich, bietet aber keine Absicherung nach oben.
  • Spot eignet sich nur für Haushalte mit steuerbaren Lasten und Smart Meter.

Wer Float in Betracht ziehen kann: Haushalte, die kurzfristig keine Bindung eingehen wollen und die Marktentwicklung aktiv verfolgen.

📊 Wechselquote Österreich 2025

Nur 5,4% der Stromkunden und 6,3% der Gaskunden wechselten 2025 ihren Anbieter – deutlich unter europäischem Durchschnitt. Das bedeutet: Die meisten Österreicher zahlen unnötig viel – weil sie nicht wechseln.

Über StruGa & Service

Ist StruGa ein Vergleichsportal wie Durchblicker?

Nein, wir sind persönliche Berater. Online-Portale listen oft nur Standard-Tarife. Wir prüfen das Kleingedruckte manuell und verhandeln aktiv.

Der StruGa-Vorteil:

Wir lassen Sie nach 12 Monaten nicht allein. Wir melden uns proaktiv, bevor Ihr Neukundenbonus ausläuft, damit Sie nicht in teure Folgetarife rutschen.

Kostet mich der Service etwas?

Nein. Analyse, Vergleich und Wechsel sind für Sie kostenlos. Wir finanzieren uns über die Anbieter, wählen diese aber strikt nach Ihrem Vorteil aus.

Was passiert, wenn mein Anbieter pleite geht?

Keine Sorge. Die Versorgung ist in Österreich gesetzlich gesichert. Bei Ausfall übernimmt nahtlos der lokale Netzbetreiber die "Grundversorgung". Es wird nie dunkel oder kalt.

Wechsel, Umzug & Rechtliches

Wie lange dauert der Wechsel?

Im Schnitt ca. 3 Wochen. Das hängt von der Vertragsbindung ab. Wir überwachen alle Fristen für Sie.

Muss ich selbst kündigen?

Nein. Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim alten Versorger per Vollmacht. Sie müssen keinen Finger rühren.

Gibt es eine Versorgungslücke beim Wechsel?

Nein, niemals. Der Wechsel ist ein rein buchhalterischer Vorgang. Der Strom fließt physisch durchgehend weiter.

Wann erhalte ich die Endabrechnung?

Ihr alter Anbieter muss Ihnen spätestens sechs Wochen nach dem Wechselstichtag die Schlussrechnung senden. Darin wird auch ein eventuelles Guthaben ausgezahlt.

Habe ich ein Rücktrittsrecht?

Ja. Bei Online- oder Telefonabschlüssen haben Sie gesetzlich 14 Tage Zeit, ohne Angabe von Gründen vom Vertrag zurückzutreten.

Wann habe ich ein Sonderkündigungsrecht?

Bei einem Standardvertrag löst jede einseitige Preiserhöhung durch den Anbieter ein Sonderkündigungsrecht aus. Der Anbieter muss Sie schriftlich informieren und Ihnen 3 Monate Zeit geben, einen neuen Tarif zu finden – in dieser Zeit zahlen Sie noch den alten Preis.

Wichtig: Bei Float- und Spot-Tarifen gilt das nicht, da die Preisänderung vertragskonform ist.
Muss ich beim Umzug etwas beachten?

Ja, beim Umzug haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Melden Sie sich 2 Wochen vor Schlüsselübergabe bei uns, damit wir Sie am neuen Ort direkt günstig anmelden.

Tarife, Preise & PV

Ist der billigste Anbieter immer der beste?

Nicht immer. Wir achten neben dem Preis auf Preisgarantien und Seriosität, damit keine versteckten Erhöhungen folgen.

Sind Netzgebühren und Steuern im Preis enthalten?

Vergleichspreise zeigen meist nur den reinen Energiepreis. Netzgebühren (ca. 25–40% der Rechnung) und Steuern kommen dazu, ändern sich aber durch einen Wechsel nicht. Der Gesamtpreis inkl. allem liegt in Österreich derzeit bei durchschnittlich ca. 29 Cent/kWh brutto.

Lohnt sich ein jährlicher Wechsel?

Ja! Viele Anbieter geben hohe Neukundenboni nur im ersten Jahr. Bleiben Sie länger, wird es teurer. Wir erinnern Sie rechtzeitig an den nächsten Wechsel.

Meine monatlichen Teilbeträge sind zu hoch – was tun?

Die Teilbeträge basieren auf Schätzungen. Wenn sie zu hoch sind, können wir beim Anbieter eine Herabsetzung beantragen (ideal mit aktuellem Zählerstand).

Ich habe eine PV-Anlage. Was nun?

Wir optimieren hier doppelt: Den Preis für Ihren Reststrom-Bezug UND die Vergütung für Ihren eingespeisten Strom.

Aktuelle Einspeisevergütungen 2026 in Österreich:

  • OeMAG (gesetzlich garantiert): Bundesweit einheitlicher Fixabnahmetarif – sicher, aber oft nicht das Höchste.
  • Private Anbieter: Bieten 5–9 Cent/kWh, oft gekoppelt an einen Strombezugsvertrag.
  • Spot-Einspeisung: Börsenpreis – attraktiv wenn viel Eigenverbrauch optimiert wird.
Wichtig: Ein hoher Einspeisetarif lohnt sich nur, wenn auch der Bezugspreis stimmt. Jede selbst verbrauchte kWh ist 3–5x wertvoller als eine eingespeiste. Eigenverbrauch optimieren ist die wichtigste Stellschraube.
Neu Was bringt das neue Sommer-Mittagsfenster bei Netzentgelten?

Die E-Control plant ab 2026 ein reduziertes Netzentgelt im sogenannten "Sonnenfenster" (Sommer, Mittagsstunden) von rund –20% gegenüber dem Basiswert. Die Idee: Wer seinen Verbrauch in Zeiten hoher PV-Einspeisung verlagert (Waschmaschine, Geschirrspüler, E-Auto laden von 10–16 Uhr), spart automatisch bei den Netzkosten. Voraussetzung ist ein Smart Meter mit übertragenen Messdaten.

Zähler & Technik

Wo finde ich die Zählpunktbezeichnung?

Auf Ihrer Rechnung. Sie hat 33 Stellen und beginnt mit AT00. Sie identifiziert Ihren Anschluss eindeutig.

Was ist der Unterschied: Zählpunkt vs. Zählernummer?

Zählpunkt (AT...): Der feste "Ort" (Wohnung/Haus). Wichtig für den Wechsel.
Zählernummer: Die Nummer auf dem Gerät selbst. Wichtig nur fürs Ablesen.

Ich ziehe neu ein – wie schätze ich meinen Verbrauch?

Nutzen Sie Richtwerte (z.B. 2 Personen ca. 2.500 kWh) oder fragen Sie nach Vorjahreswerten. Wir kalkulieren lieber vorsichtig, um Nachzahlungen zu vermeiden.

Was bedeuten SLP und RLM?

SLP: Standardlastprofil (Haushalte, geschätzt).
RLM: Registrierende Leistungsmessung (Industrie/Großgewerbe, viertelstündlich gemessen).

Brauche ich für Float oder Spot einen Smart Meter?

Für einen Float-Tarif brauchen Sie keinen Smart Meter – der Preis ändert sich monatlich oder quartalsweise, abgerechnet wird weiter mit Ihrem normalen Zähler.

Für einen Spot-Tarif ist ein Smart Meter zwingend erforderlich, da die Abrechnung im Viertelstundentakt auf Basis der tatsächlichen Börsenpreise erfolgt. Ihr Netzbetreiber gibt Auskunft, ob bei Ihnen bereits ein Smart Meter installiert ist.

Fragen offen? Wählen Sie Ihren Weg: