Stand: Mai 2026 · Redaktionell geprüft · Österreich
Der StruGa-Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen zu Fix-, Float- und Spot-Tarifen, Anbieterwechsel, Netzkosten, PV, Zählpunkten und persönlicher Energieberatung in Österreich.
Für 2026 wurden in Österreich deutlich höhere Gas-Netzentgelte angekündigt. Der zentrale Grund: Immer mehr Haushalte und Betriebe reduzieren oder beenden die Gasnutzung, während das bestehende Leitungsnetz weiter betrieben und finanziert werden muss.
Da Netzentgelte nicht frei verhandelbar sind, liegt der Hebel für Kundinnen und Kunden vor allem beim Energiepreis des Anbieters. Genau dort setzt StruGa mit Tarifprüfung und Wechselservice an.
Internationale Konflikte, Gaslieferungen, Speicherstände und Börsenpreise können Strom- und Gaspreise spürbar beeinflussen. Besonders variable Tarife reagieren schneller auf solche Entwicklungen.
Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz soll den Strommarkt modernisieren. Wichtige Themen sind dynamische Tarife, Smart Meter, gemeinsame Energienutzung, Peer-to-Peer-Modelle und sozialpolitische Entlastungen.
Für Kundinnen und Kunden wird dadurch vor allem wichtiger, den eigenen Verbrauch und die passende Tarifform zu verstehen.
Für Haushalte sind Entlastungen bei bestimmten Stromabgaben vorgesehen. Gleichzeitig können Netzentgelte, Energiepreise und regionale Unterschiede den tatsächlichen Gesamtpreis weiter beeinflussen.
Darum betrachtet StruGa nicht nur einzelne Cent-Beträge, sondern immer die Gesamtrechnung.
In Österreich gibt es drei wichtige Tarifmodelle. Entscheidend ist nicht nur der Preis, sondern auch Risiko, Laufzeit, Verbrauchsverhalten und technische Ausstattung.
| Tariftyp | Funktionsweise | Vorteil | Risiko | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| Fixpreis | Arbeitspreis ist für eine vereinbarte Laufzeit fixiert. | Hohe Planungssicherheit. | Bei sinkenden Marktpreisen bleibt der Preis meist unverändert. | Familien, Betriebe, Budgetplaner. |
| Float / Index | Preis folgt einem Index und ändert sich monatlich oder quartalsweise. | Kann von sinkenden Marktpreisen profitieren. | Steigende Preise wirken sich schneller aus. | Marktbeobachter mit Risikobewusstsein. |
| Spot / Dynamisch | Preis orientiert sich an kurzfristigen Börsenpreisen. | Günstige Stunden können aktiv genutzt werden. | Hohe Schwankung, Smart Meter und Verbrauchssteuerung nötig. | PV, E-Auto, Wärmepumpe, Smart Home. |
Der ÖSPI ist ein Strompreisindex der Österreichischen Energieagentur und dient vielen Float-Tarifen als Referenz. Wichtig ist, ob ein Tarif monatlich, quartalsweise oder jährlich angepasst wird.
Vor Abschluss sollte man prüfen: Welcher Index gilt, wie oft wird angepasst, gibt es einen Aufschlag, eine Preisobergrenze oder eine Bindung?
Ein Spot-Tarif kann sinnvoll sein, wenn Verbrauch bewusst in günstige Stunden verschoben werden kann. Typische Beispiele sind E-Auto, Wärmepumpe, PV-Anlage, Speicher oder Smart-Home-Steuerung.
Bei Float- oder Index-Tarifen sind Preisänderungen Teil des vereinbarten Mechanismus. Deshalb lösen indexgemäße Anpassungen in der Regel kein Sonderkündigungsrecht aus.
Bei klassischen Standardverträgen können einseitige Preisänderungen anders zu bewerten sein. Im Zweifel sollte der konkrete Vertrag geprüft werden.
Nein. StruGa ist persönliche Energieberatung. Wir prüfen nicht nur eine Liste, sondern analysieren Rechnung, Verbrauch, Netzgebiet, Tarifmodell, Laufzeit und Gesamtkosten.
Die Beratung, Analyse und Unterstützung beim Wechsel sind für Kundinnen und Kunden kostenlos und unverbindlich. StruGa kann im Erfolgsfall eine Vergütung von Energieanbietern erhalten.
Die Energieversorgung ist in Österreich gesetzlich abgesichert. Ein Anbieterwechsel oder Anbieterproblem bedeutet nicht, dass Strom oder Gas physisch unterbrochen wird.
Ein Wechsel dauert häufig rund drei Wochen, abhängig von Bindung, Kündigungsfrist und Anbieterprozess. StruGa achtet auf die relevanten Fristen.
In vielen Fällen übernimmt der neue Anbieter die Kündigung beim bisherigen Versorger per Vollmacht. StruGa begleitet den Prozess und achtet darauf, dass nichts unnötig doppelt läuft.
Nein. Ein Anbieterwechsel ist im Normalfall ein administrativer Vorgang. Die physische Versorgung läuft über das Netz weiter.
Nach dem Wechsel erstellt der bisherige Anbieter eine Schlussrechnung. Darin werden bisherige Teilbeträge, tatsächlicher Verbrauch und mögliche Guthaben oder Nachzahlungen berücksichtigt.
Beim Umzug sollten Strom und Gas rechtzeitig ab- und angemeldet werden. Ideal ist eine Prüfung rund zwei Wochen vor Übergabe, damit am neuen Standort direkt ein passender Tarif aktiv ist.
Nicht unbedingt. Wichtig sind Gesamtkosten, Preisgarantie, Bindung, Boni, Seriosität, Service und Kündigungsbedingungen. Ein scheinbar niedriger Preis kann später teurer werden.
Vergleichspreise zeigen oft zuerst den Energiepreis. Netzgebühren, Steuern und Abgaben sind zusätzliche Bestandteile der Gesamtrechnung und ändern sich durch den Energieanbieterwechsel meist nicht.
Manchmal ja, manchmal nein. Boni und Aktionspreise können im ersten Jahr attraktiv sein, danach aber auslaufen. StruGa prüft, ob ein Wechsel wirklich wirtschaftlich sinnvoll ist.
Teilbeträge beruhen oft auf Schätzungen oder Vorjahresverbrauch. Mit aktuellem Zählerstand und Verbrauchsdaten kann eine Anpassung beim Anbieter geprüft werden.
Bei PV-Anlagen prüft StruGa zwei Seiten: den Tarif für Reststrombezug aus dem Netz und die Konditionen für eingespeisten Strom. Zusätzlich ist Eigenverbrauch oft der wichtigste Hebel.
Die Zählpunktbezeichnung steht auf der Strom- oder Gasrechnung. Sie beginnt in Österreich typischerweise mit AT und identifiziert den Anschluss eindeutig.
Der Zählpunkt beschreibt den Anschlussort. Die Zählernummer gehört zum physischen Messgerät. Für einen Anbieterwechsel ist vor allem die Zählpunktbezeichnung wichtig.
SLP steht für Standardlastprofil und betrifft typischerweise Haushalte und kleinere Betriebe. RLM steht für registrierende Leistungsmessung und betrifft größere Verbraucher mit genauerer Messung.
Für einfache Float-Tarife ist nicht immer ein Smart Meter nötig. Für echte dynamische oder spotnahe Abrechnung sind Smart Meter und passende Messdaten jedoch zentral.
StruGa prüft Ihre aktuelle Rechnung persönlich und zeigt Ihnen klar, ob bleiben, wechseln oder abwarten wirtschaftlich sinnvoll ist.


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