Jahresabrechnung 2025: Warum Strom & Gas trotz niedriger Energiepreise teurer werden
Haben Sie Ihre Jahresabrechnung erhalten oder wollen wissen, was 2025 auf Ihren Haushalt zukommt? Viele Kunden sind verwundert: Die Energiepreise an den Börsen sinken, doch die Gesamtkosten auf dem Papier steigen. Der Grund liegt in den „staatlichen Komponenten“ für Strom und Gas. Struga Consulting entschlüsselt Ihre Rechnung: Das ändert sich bei Netzentgelten, Steuern und Abgaben ab Jänner.

Der "Doppelschlag" auf der Rechnung
Eine Energierechnung besteht aus drei Teilen: Energiepreis (Lieferant), Netzentgelt (Infrastruktur) und Steuern/Abgaben (Staat). Während der reine Energiepreis oft stabil ist, explodieren 2025 die anderen beiden Komponenten für Strom und Gas.
1. Strom: Rückkehr der Steuern & Abgaben
Die Krisen-Maßnahmen der Regierung laufen mit 31.12.2024 aus. Das bedeutet:
- Elektrizitätsabgabe: Sie war auf 0,1 Cent gesenkt. Ab Jänner 2025 zahlen Sie wieder den vollen Satz von 1,50 Cent pro kWh (netto).
- Erneuerbaren-Förderung (EAG): 2024 ausgesetzt, 2025 wieder fällig (bestehend aus Pauschale & verbrauchsabhängigem Beitrag).
- Stromkostenbremse: Der Deckel für die ersten 2.900 kWh fällt weg.
2. Gas: CO2-Steuer und Abgaben
Auch Gaskunden müssen tiefer in die Tasche greifen:
- CO2-Bepreisung: Der gesetzliche CO2-Preis steigt von 45 auf 55 Euro pro Tonne. Das verteuert jede Kilowattstunde Gas direkt.
- Erdgasabgabe: Auch hier endet die befristete Senkung, der Normalsteuersatz kehrt zurück.
Netzentgelte 2025: Die große Tabelle
Die Kosten für den Transport der Energie steigen teils massiv. Hier ist die offizielle Übersicht der Erhöhungen (Quelle: E-Control SNE-VO 2025):
| Bundesland / Netzgebiet | ⚡ Strom-Netz | 🔥 Gas-Netz |
|---|---|---|
| Oberösterreich (Land) | +25,8 % | +29,4 % |
| Linz (Stadtgebiet) | +18,9 % | +29,4 % |
| Niederösterreich | +32,2 % | +21,2 % |
| Wien | +31,6 % | +14,0 % |
| Steiermark (Land) | +29,2 % | +14,0 % |
| Graz (Stadtgebiet) | -4,5 % | +14,0 % |
| Salzburg | +13,7 % | +9,0 % |
| Kärnten | +14,8 % | +1,5 % |
| Tirol | +7,8 % | +9,0 % |
| Vorarlberg | +19,0 % | +14,0 % |
| Burgenland | +23,7 % | +21,7 % |

Die Gründe für die Erhöhung (Strom vs. Gas)
Für Ihre Beratung ist wichtig zu verstehen, dass die Preiserhöhungen zwei völlig unterschiedliche Ursachen haben:
- Warum steigt das Strom-Netz? (+23 % im Schnitt)
Hier sind es die massiven Investitionen. Um die vielen privaten PV-Anlagen und Windräder ins Netz zu integrieren, müssen Trafos verstärkt und Leitungen gegraben werden. Zudem fallen Bundeszuschüsse weg, die die Kosten bisher gedämpft haben. - Warum steigt das Gas-Netz? (+16 % im Schnitt)
Hier ist es der Mengeneffekt. Die Gasleitungen verursachen hohe Fixkosten (Wartung). Da Haushalte und Industrie Gas sparen oder auf Wärmepumpen wechseln, fließt weniger Gas durch die Rohre. Die gleichbleibenden Kosten müssen auf weniger Kilowattstunden umgelegt werden – der Preis pro Einheit steigt zwangsläufig.
Was bedeutet das für Oberösterreich?
Als Berater hier in Ansfelden sehen wir den Unterschied täglich: Wer im Umland wohnt (Netz OÖ), zahlt beim Strom deutlich mehr Netzentgelt (+25,8 %) als im Stadtgebiet von Linz (+18,9 %). Beim Gas trifft es jedoch fast alle Oberösterreicher gleich hart mit knapp 30 % Aufschlag im Netzbereich. Wir gehören damit leider zu den Spitzenreitern der Teuerung.
Das können Sie jetzt tun (Unsere Empfehlung)
Gegen Steuern, CO2-Preise und Netzentgelte sind Sie machtlos. Aber genau deshalb ist es jetzt wichtiger denn je, den einzigen Teil der Jahresabrechnung zu optimieren, den Sie beeinflussen können: Den Energiepreis (netto).
Viele Kunden hängen noch in alten Verträgen mit überhöhten Cent-Beträgen. Am aktuellen Markt sind oft deutlich günstigere Konditionen möglich, die den Anstieg der Netzkosten abfedern können.
Kostenloser Tarif-Check von StruGa
Wir prüfen Ihre aktuelle Jahresabrechnung neutral und unabhängig. Wir schauen, ob Ihr Strom- oder Gaslieferant faire Preise bietet oder ob wir bessere Konditionen verhandeln können.
Lassen Sie uns Ihre Fixkosten senken.

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